Winterabschied

Cover des Buches Winterabschied

Mein Herzensbuch: „Winterabschied. Erinnerungen an meine Mutter.“ Illustriert von meiner Freundin Anna-Jane Warrington. Ein Geschenk, dass ich diese persönliche Geschichte veröffentlichen konnte. Danke an Dirk Brall, der das Buch in der edition 7sterne herausgebracht hat und mich im ganzen Schreibprozess sehr unterstützt hat. Ich habe so viel gelernt!

Mit dem Aufstrich-Kammerochester aus Stuttgart gab es einige Konzertlesungen mit Musik von Arvo Pärt, Paul Hindemith, Edward Grieg und J.S. Bach. (siehe wortlautleise…live) Auch das war eine wunderbare und ergreifende Erfahrung. Danke ihr Lieben!

Anbei eine Auswahl an Pressestimmen zu Winterabschied:

Was bleibt von einem Menschen, wenn er stirbt? In den Herzen derer, die ihn liebten, bleibt die Erinnerung! In zahllosen Momentaufnahmen, kleinen Anekdoten, Fotos, Gesprächsfetzen bleibt er lebendig und gegenwärtig. Es sind solche Bruchstücke, aus denen die Autorin Dorothee Adrian wie in einem Mosaik behutsam und eindringlich das Bild ihrer Mutter zusammensetzt. Vor den Augen der Leser nimmt die Vorstellung immer deutlichere Konturen an, was für ein Mensch diese Tuula Marketta Schadwald war – eine zupackende, offene, herzliche Frau, die immer für andere da war. Als ihre letzte Reise beginnt, ist das ein schmerzvoller und schwerer Abschied – für die, die zurückbleiben und für die, die gehen muss. „Winterabschied“ – ein intensives, tief berührendes Leseerlebnis.

Susanne Conrad, Moderatorin des ZDF-„Mittagsmagazin”

Auf sehr poetische und warmherzige Weise beschreibt Dorothee Adrian die letzten Tage mit ihrer Mutter. Die Finnin Tuula Marketta Schadwald litt an Krebs und verbrachte ihre letzten Lebenswochen im Hospiz. In der Erinnerung der Tochter leuchtet noch einmal das reichhaltige, bewegte und engagierte Leben der Mutter auf: eine normale und dennoch besondere Frau, die einem als Leserin mit jeder Seite mehr ans Herz wächst. Aus den Schilderungen der Tochter lesen wir: Der Prozess des Sterbens und Abschiednehmens ist nicht einfach, weder für die Kranke, noch für ihre Familie und Freundinnen, die sie begleiten. Aber es ist berührend zu lesen, wie versöhnt ein Leben zu Ende gehen kann – bei aller Trauer, die bleibt.

Melanie Carstens, Joyce, Nr.4/2009

„Dicke Schneeflocken fielen auf ihren Sarg, der schon in die Erde gelassen war, und wir dachten, das passt, weil sie Finnin war und den Schnee liebte…“ So beginnt das erste Buch der Radio-Redakteurin Dorothee Adrian, in dem sie Abschied nimmt von ihrer Mutter, die im Alter von 61 Jahren an Krebs starb. Mit schlichten, dennoch poetischen Worten schildert die Autorin in kleinen Sequenzen, wie sie ihre Mutter erlebte – in guten Zeiten, aber auch in den schweren Zeiten des Abschied-Nehmen-Müssens.
Adrian nimmt einzelne Erinnerungsstücke und reiht sie auf, wie Perlen auf eine Kette. Gemeinsam mit dem Leser schaut sie sich jede einzelne Perle an, beschreibt sie und fügt sie zusammen zu einem großen Ganzen. Der Leser wird hinein genommen in diese Erinnerungen, kann mitfühlen, sich mit freuen, aber auch mit trauern. Es ist ein schwerer Weg, den die Familie am Lebensende der Mutter zu beschreiten hat. Die finnische Mutter, die Afghanistan so liebte, die sich immer für andere einsetzte, auch wenn sie gerade eine starke Migräne hatte, die eigene Interessen den Nöten anderer unterordnete. Die selbst, als sie im Hospiz lag und körperlich nicht mehr konnte, noch den Patienten im Nachbarzimmer helfen wollte. Sie, die immer tätig war und half, braucht nun selbst Hilfe. Sie, die Predigten lebendig nacherzählen konnte, die Begegnungen immer auch etwas Lustiges abgewinnen konnte, sie kann sich nun fünf Minuten, nachdem ein Besucher gegangen ist, nicht mehr daran erinnern, dass überhaupt jemand kam. Die Geschichte packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los, bis die knapp 96 Seiten ausgelesen sind. Am Ende bleibt ein Eindruck davon, wie schwer, aber auch, wie hoffnungs- und humorvoll ein Lebensweg im Hospiz enden kann. Ein lesenswertes Buch, dessen Inhalt unter die Haut geht!

A&B, 15.11.2009

Eine zarte und liebevolle Erzählung voller Erinnerungen an die geliebte Mutter. In positiver Art berührend, jedoch nie aufdringlich schildert die Autorin, wer ihre Mutter war vor der Krankheit und wie schwer es ist, so einen Menschen zu verlieren. Sie zeigt aber auch, wie man in positiver Art so einen Verlust verarbeiten kann und macht deutlich, dass immer Spuren bleiben werden, nach denen man sich richten kann. Ein wundervolles, kleines Buch, dem ich viele Leser wünsche. Solche, die einen ähnlichen Verlust erleiden mussten oder müssen aber auch solche, welche ihre Mutter/ihre Eltern noch haben, die lernen können, wie kostbar dies ist.

www.krebsforum.ch, Bea Ladina Pfister, 25.2.2010