Menschen verändern die Welt.

Für meine Arbeit war ich Anfang 2017 in Costa Rica. Die zwei Wochen waren intensiv und äusserst belebend! Ich lernte dort zum Beispiel Yaneth Rojas Salas kennen, über die ich ein Filmporträt gemacht habe. Die Kleinbäuerin ist Umweltaktivistin und hat mit vielen anderen den Bau einer Gold-Mine verhindert. Im Film wollte ich den Zusammenhang zwischen theologischer Bildung (für Laien) und sozialem Engagement zeigen.

Beeindruckend war für mich auch die Arbeit an dem Porträt über Alex Ip Hon Ho, Hongkong. Seine Arbeit und die Art, darüber zu reden, hat mich sehr überzeugt!
In diesem Fall engagierten wir eine lokale Videojournalistin, die uns das Rohmaterial nach Basel schickte. Daraus schnitt ich dann diesen Film:

Der Glaube muss dem Leben dienen

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Pfarrer Andrea Marco Bianca. Foto: Dorothee Adrian

Ein Pfarrer am Zürichsee wünscht sich eine neue Reformation. Denn auch heute sei es wichtig, den Menschen näher zu kommen. Der Glaube solle dem Leben dienen und nicht andersherum, findet Andrea Marco Bianca. Vertieft hat er diesen Ansatz am Thema „Scheidungsrituale“. Fast tausend Seiten umfasst seine Dissertation dazu. Ende April 2017 lief der Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur.

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frei & wild: juuzen und jodeln

Im Herbst 2016 war ich bei einem wunderbaren Workshop im Lötschental in den Schweizer Alpen. Die Sänger und Stimmkünstler Christian Zehnder und Marcello Wick arbeiteten eine Woche lang intensiv mit uns. Körperarbeit, rufen, singen, jodeln, schreien, brummen – wir erschlossen den ganzen Körper als Resonanzraum. Wir waren drinnen und in der wunderschönen Bergwelt unterwegs, abends improvisierten wir in der Kapelle. Eine Audioslideshow gibt einen Einblick:

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Begegnung mit Ruth Epting

Da sitzt sie, auf der Bank vor dem Missionshaus. Ich begrüsse sie, «Hallo, Frau Epting!» Sie schaut erstaunt, ich sage: «Wir kennen uns, ich arbeite bei der Mission, in der Öffentlichkeitsarbeit, ich habe Sie mal interviewt, Dorothee Adrian.» «Achso… ja wissen Sie, ich sitze hier und verschnaufe, ich bin eigentlich auf dem Weg zum Arzt, aber ich habe einige Störungen, weshalb es mir schwer fällt und ich Pause machen muss.» Ruth Epting, eine der Großen in der Missionsgeschichte, unsere Sitzungen sind in der «Ruth Epting-Stube», hier sitzt sie und ich sehe: sie braucht Hilfe. Die ich ihr anbiete. «Aber ich kann Sie doch nicht von Ihrer Arbeit abhalten…», «Doch, ich hole meine Jacke und begleite Sie zum Arzt, ist kein Problem!» «Wirklich…?» und dann gehen wir langsam den Weg zum Tropeninstitut, und sie fragt nochmals nach, wer ich sei, und wo ich arbeite, «Achso! Die Nachrichten! Ja, die lese ich ja auch immer.» Fragt, wie ich die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag der Basler Mission fand und erzählt, dass es für sie schon sehr besonders gewesen sei, da sie die Hälfte der Zeit selbst miterlebt habe, schliesslich sei sie Jahrgang 1919. «Ich bin ja im Missionshaus geboren und aufgewachsen», erzählt sie, «als Tochter des Direktors». Beim steilen Aufstieg neben dem Kinderhaus erinnert sie sich: «Wie ich hier im Winter mit dem Schlitten runterfuhr!»

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Ruth Epting bei der Feier anlässlich ihres 90. Geburtstags im Jahr 2009. Foto: Mission 21

Sie ist so dankbar, dass ich ihr den Arm reiche, «so geht es doch deutlich besser!» Sie fragt nach, wo ich wohne, wie meine familiäre Situation ist. «Ich bewundere euch heutige Frauen! Wie ihr das alles so macht.» – «Meinen Sie, mit Beruf und Familie?» – «Ja, genau.» – «Also mich würde das auffressen, nur zuhause zu sein», sage ich. – «Das kann ich gut verstehen.»

Sie lädt mich ein zu sich ins Adullam, wo sie nun wohnt, gegenüber dem Missionshaus, im fünften Stock, Zimmer 505, ich könne doch mal mit meinen Kindern vorbeischauen. «Es ist wirklich ein Wunder, dass ich Sie getroffen habe. Danke für Ihr Verständnis!»

Als wir bei Dr. Blum sind, sind wir wohl beide erleichtert, angekommen zu sein und der Arzt erstaunt, dass sie den Weg zu Fuß wagte.

Und in diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, schaue ich aus meinem Bürofenster, damit ich den Namen des Altersheims richtig schreibe. Da verschwindet Ruth Epting mit ihrem Gehstock gerade durch die automatische Schiebetür.

Zwei oder drei Wochen später besuche ich sie im Adullam. Sie sitzt dort in ihrem Stuhl, die Bibel aufgeschlagen, darüber das Bibellese-Heft. Sie hat Schmerzen, «aber lesen, das kann ich noch!» sagt sie. Mein Sohn bekommt «Guetsli», und ich soll mal auf die Terrasse, den wunderbaren Ausblick auf das Missionshaus sehen. «Als ich letzten Herbst hier ankam und diese Aussicht sah, da war ich tief berührt», sagt sie. «Da schliesst sich ein Kreis», sage ich. «Ja, da schliesst sich ein Kreis», sagt Ruth Epting.

Etwa drei Wochen nach unserem Besuch stirbt sie.

 

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Menschen, Landschaften, Musik

Manchmal kommt alles wunderbar zusammen. Die befreundete Videojournalistin dreht mit mir, ich interviewe Menschen die ich schätze und mag, und am Schluss bekomme ich von meiner Schwester die Filmmusik geschenkt. So wurde der Imagefilm für Mission 21 irgendwie zu einem „Herzensprojekt“, das mir sehr viel Spaß gemacht hat!

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Die Kranke, die die Kirche heilt

Unter diesem Titel lief im März 2015 bei Deutschlandradio Kultur ein Porträt über eine HIV-positive Pfarrerin:

Melania MremaDie tansanische Pastorin Melania Mrema Kyando ist HIV-positiv – und kämpft unerbittlich gegen die Vorurteile, mit denen Betroffene in vielen Regionen Afrikas umgehen müssen. Wenn eine Pfarrerin HIV-positiv sein kann, dann muss sich niemand schämen.

 

» Zum Beitrag bei Deutschlandradio Kultur

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